07.01.2026

Neuerungen für Autofahrer 2026: Das kommt auf euch zu

Ratgeber
Vieles wird teurer, weniges wird billiger: Das Jahr 2026 startet mit vielen Änderungen für Autofahrer, die ihr unbedingt kennen solltet. Wir haben alle Infos dazu.
Autor: Patrick Aulehla | Bilder: Oliver Hirtenfelder
Ein Auto fährt auf der Großglockner Hochalpenstraße - Fahrerperspektive

Mit dem neuen Jahr ändert sich beim Autofahren einiges. Zu den Neuerungen 2026 zählen etwa erhöhte Preise für die Jahresvignette, die motorbezogene Versicherungssteuer, Öffi-Tickets und Parkgebühren, während ein höherer Verkehrsabsetzbetrag und ein höherer Pendlereuro Erleichterungen versprechen. Wir zeigen euch, was in diesem Jahr auf euch zukommt.

Preiserhöhung Vignette und Öffis

Mit dem Jahreswechsel steigen die Preise für PKW- und Motorrad-Vignetten. Nachfolgend findet ihr eine Preisübersicht. Übrigens: 2026 ist das letzte Jahr, in dem Klebevignetten verkauft werden. Ab 2027 gibt es nur noch digitale Vignetten.

Preise PKW-Vignetten 2026:

  • Jahresvignette 2026: € 106,80
  • 1-Tages-Vignette: € 9,60 (nur digital)
  • 10-Tages-Vignette: € 12,80
  • 2-Monats-Vignette: € 32,00

Preise Motorrad-Vignetten 2026:

  • Jahresvignette 2026: € 42,70
  • 1-Tages-Vignette: € 3,80
  • 10-Tages-Vignette: € 5,10
  • 2-Monats-Vignette: € 12,80

Erhältlich sind die Vignetten in Österreich beispielsweise beim ÖAMTC, im Asfinag-Shop oder an Tankstellen. Achtung: Digitale 2-Monats- und Jahresvignetten sind aufgrund des Konsumentenschutzes frühestens ab dem 18. Tag nach dem Online-Kauf gültig. Ausgenommen sind digitale Vignetten, die vor Ort gekauft werden (etwa in einem ÖAMTC-Shop). Digitale 1-Tages- und 10-Tages-Vignetten sind immer sofort gültig.

Öffi Preiserhöhung: Klimaticket und Einzelfahrten werden teurer

Das beliebte österreichweit gültige Klimaticket wurde mit dem Jahreswechsel um € 100 teurer. Der Preis beläuft sich nun auf € 1.400 für Vollzahler bzw. auf € 1.050 für ermäßigte Gruppen (Jugend, Senioren, Spezial).

Ebenfalls teurer werden Einzelfahrten mit den ÖBB (durchschnittlich um 3,5 %) und mit den Wiener Linien (Einzelfahrt 2026: € 3,00 bei digitaler Buchung bzw. € 3,20 für das gedruckte Ticket).

Erhöhung der Parkgebühren in Wien

Mit 1. Januar 2026 steigen die Parkgebühren in Wien. Der neue Basistarif pro Halbstunde beträgt nun € 1,70 (statt wie bisher € 1,30). Eine Stunde parken in Wien kostet 2026 also € 3,40 – eine Erhöhung um satte 31 %.

Erhöhung der PKW-Normverbrauchsabgabe (NoVA) und Entfall Rückerstattung

Höhere Beträge werden 2026 auch für die Normverbrauchsabgabe, kurz NoVA, fällig. Das ist auf einen geringeren CO2-Abzug bei der Berechnung zurückzuführen. Die neue Formel lautet:

  • Berechnungsformel PKW-NoVA 2026: (CO2-Wert lt. Hersteller - 91 Gramm) ÷ 5 = NoVA-Steuersatz (auf- bzw. abgerundet auf volle Prozent)
  • Malus für CO2-intensive Fahrzeuge: Stößt ein Fahrzeug mehr als 155 Gramm CO2 pro Kilometer aus, wird ab dem 156. Gramm zusätzlich ein Malus von € 80 pro übersteigendem Gramm aufgeschlagen (z.B. CO2-Wert von 160 Gramm/km à 5x € 80 = € 400 Malusbetrag).
  • Der Höchststeuersatz beträgt 80 %
  • Von dem errechneten NoVA-Betrag wird ein Abzugsbetrag von € 350 subtrahiert
  • Als Beispiel: Fahrzeug mit CO2-Ausstoß von 160 Gramm: (160 - 91)÷5 = 13,8 = 14 % NoVA. Zusätzlich kommt ein Malus-Betrag von 5 x € 80 = € 400 hinzu. Bei einem Fahrzeugwert von € 30.000 wären das € 4.200 + € 400 = € 4.600. Hiervon wird der Abzugsbetrag von € 350 subtrahiert. Der NoVa-Betrag beläuft sich also auf € 4.250.

Wer es sich leichter machen möchte, kann auch den NoVA-Rechner des Bundesministerium Finanzen nutzen.

Außerdem gibt es Neuerungen bei der NoVA-Rückvergütung bei Exporten: Mit 1. Juli 2026 kann die anteilige NoVA nur noch für jene Fahrzeuge rückvergütet werden, die vorübergehend im Inland verwendet wurden.

Wird ein Fahrzeug aus einem EU-Land an eine in Österreich ansässige Person für maximal 48 Monate überlassen, ist die NoVA nur für den Zeitraum der Nutzung im Inland zu entrichten. Vielfach werden dahingehend Bedenken geäußert, weil diese Systematik ausländische Leasinggesellschaften bevorzugt.

Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer

Die gute Nachricht zuerst: Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich die motorbezogene Versicherungssteuer 2026 nichts. Nur für Neuzulassungen werden höhere Beträge fällig. Das betrifft vor allem Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (im Schnitt etwa € 35 pro Jahr) und Plug-in-Hybride. Bei Elektroautos ändert sich nichts.

Entlastung: Erhöhung des Verkehrsabsetzbetrags und Pendlereuro

Eine gute Nachricht gibt es auch: Der Verkehrsabsetzbetrag wird von € 487 in 2025 auf € 496 in 2026 angehoben. Dieser soll die Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz pauschal abgelten. Für Personen, die zwischen € 15.069 und € 16.056 jährlich verdienen, wird 2026 ein erhöhter Verkehrsabsetzbetrag von € 853 geltend gemacht.

Ebenfalls erhöht wurde der Pendlereuro: Dieser steigt von € 2 pro Kilometer der einfachen Fahrtstrecke zwischen Wohnort und Arbeitsplatz auf € 6 ab 1. Januar 2026.

Fazit: Viele neue Belastungen, wenige Entlastungen

Unterm Strich bringt 2026 spürbare Mehrkosten für Autofahrer. Höhere Preise für Vignetten, Parken, öffentliche Verkehrsmittel sowie Erhöhungen bei NoVA und motorbezogener Versicherungssteuer belasten vor allem jene, die täglich auf das Auto angewiesen sind. Die Erhöhungen beim Verkehrsabsetzbetrag und beim Pendlereuro sorgen zwar für eine gewisse Entlastung, gleichen die zusätzlichen Ausgaben jedoch nur teilweise aus.

Umso wichtiger wird es, sich frühzeitig über die neuen Regelungen zu informieren und Mobilitätsentscheidungen – vom Fahrzeugkauf bis zur Nutzung von Förderungen – bewusst und gut geplant zu treffen. Die Verkaufsberater der Tullner Automeile beraten Sie gerne bei der Anschaffung Ihres Neu- oder Gebrauchtfahrzeugs und helfen Ihnen dabei, das für Ihre Bedürfnisse beste Fahrzeug zu finden.